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An alle Leidgeprüften

Aus Schaden wird man klug

Wer kennt das nicht: tagtäglich werden wir belästigt von Anrufern oder Besuchern, die uns
irgendetwas ganz Wichtiges verkaufen wollen, seien es Pflegeartikel, Anzeigen, Hausnotrufe,
Kooperationen und, und, und.....

Einen besonders fiesen Trick haben sich die Anzeigenaquisiteure einfallen lassen. Sie aquirieren
Anzeigen für sogenannte Streupublikationen, wie kostenlose Faltpläne, Ratgeberheftchen und
Ähnliches.

Dazu legen sie einen Anzeigenauftrag vor, in dem Einzelheiten zur Gestaltung und zum Druck einer
Anzeige festgelegt werden.

Dazu wird groß und übersichtlich der Preis für eine solche Anzeige dazu geschrieben. Dann gibt es
noch etwas Kleingedrucktes und entweder eine Einzugsermächtigung oder einen Abbuchungsauftrag
an die Bank. Fertig!

Aber nein:

Das Kleingedruckte hat es in sich. Da steht:

„...Der Anzeigenpreis gilt für je eine Auflage. Für jede nachfolgende Auflage
entsteht der oben vereinbarte Preis, sowie der Gestaltungs-/Farbkostenbetrag
erneut. Der Anzeigenauftrag beginnt mit dem Auftragsdatum, läuft zunächst
zwei Werbejahre und beinhaltet drei kostenpflichtige Auflagen in einem
Werbejahr (...). Der Anzeigenauftrag verlängert sich um ein weiteres Werbejahr,
wenn vom Auftraggeber nicht drei Monate vor Ende des Vertragsablaufes (...)
schriftlich gekündigt wird.

Was heißt das?

Was auf den ersten Blick wie ein Auftrag zur Veröffentlichung einer einzigen Anzeige zu einem
annehmbaren Preis aussieht, entpuppt sich mit dem obigen Kleingedruckten als „Gelddruckmaschine“.

Beispiel:
Bei einem ausgewiesenen Brutto-Anzeigenpreis von rund 600-800 € pro Stück kostet der Auftrag,
wenn er fristgerecht gekündigt wird, ca. 3200 bis 4800 €!! Wird er nicht fristgerecht gekündigt,
kommen für jedes weitere Jahr 1800 bis 2400 € dazu. Würde der Preis so auf dem Auftrag stehen,
würde jeder Vernünftige, bei dem, was er dafür geboten bekommt, einen solchen Auftrag nicht
erteilen.

Besonders fies: einige Firmen fordern einen Abbuchungsauftrag vom Auftraggeber an seine Bank, das
bedeutet, daß im Gegensatz zur Einzugsermächtigung unerwünscht vom Konto abgerufene Beträge
nicht binnen sechs Wochen zurückgerufen werden können.

Die Firmen arbeiten überregional und lassen einen im Unklaren darüber, in welchem Gebiet die
Drucksache verteilt wird.
Also, wer´s dennoch will:

1. Nichts sofort bei der Aquisition unterschreiben
2. Auf keinen Fall eine Einzugsermächtigung oder einen Abbuchungsauftrag unterschreiben
3. Das Kleingedruckte auf jeden Fall vor Unterzeichnung genau lesen, ggf. genau
  nachfragen, nachrechnen und dann entscheiden.
4. Auf alle Fälle sich einen schriftlichen Verteilplan vorlegen lassen. Es nutzt nichts, wenn
  ein Pflegedienst aus Zuffenhausen in Blankenese bekannt wird, es sei denn, er ist ein
  bundesweit tätiger Konzern.
5. Wenn Zugriff aufs Konto gewünscht ist, dann nur in Form einer Einzugsermächtgung.

Es gibt zu diesem Geschäftsgebaren bereits eine einschlägige Rechtsprechung. Es lohnt sich also, im
Schadensfall einen guten Rechtsanwalt zu kontaktieren.

Wer Näheres über solche Verkaufspraktiken erfahren möchte, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen.